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Martin Pandel – 50 Jahre
Vorkämpfer des Dialoges
10.11.2008 - 16:41
Der Jubilant Martin Pandel (am Foto mit Bild) als Kärntner des Tages, porträtiert von Elke Fertschey:
Diplomaten, Präsidenten, Bischöfe, Wissenschafter und Künstler lädt er als Vortragende ein, unzählige Symposien tragen seine Handschrift. Martin Pandel (50) ist seit 30 Jahren Bildungsreferent im Bildungshaus Sodalitas in Tainach und Mitherausgeber des Buches "Schutz und Durchsetzung der Rechte nationaler Minderheiten", das auch im Parlament vorgestellt wurde.
Organisationstalent und Durchhaltevermögen musste der ehemalige Chorsänger und Gemeinderat schon in der Kindheit in Mökriach beweisen. Mit drei Jahren verlor er den Vater, mit 14 die Mutter. Die fünf Geschwister - der älteste Bruder war 19 - versorgten sich alleine im Haus. "Meine Aufgabe war, jeden Morgen alle um 5.30 Uhr zu wecken."
"Millimeter-Arbeit für den Dialog". Schon als Sekretär des Slowenischen Kulturvereines "Srce" ("Herz") organisierte der zertifizierte Erwachsenenbildner, den Neugierde und Hartnäckigkeit auszeichnen, Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Damals, in den 70er-Jahren, war Sodalitas, das heute mit 640 Seminaren 15.000 Gäste im Jahr anzieht, in Tainach noch berüchtigt. "Ins Tschuschen-Haus gemma nit", sagten die Leute. Mit "beinharter Millimeter-Arbeit für den Dialog" kämpfte Pandel gegen Vorurteile an. "Ich habe nichts gegen die Minderheit, aber..." hieß seine erste Diskussionsserie.
Vergangenheit aufarbeiten. Unter dem Motto "Vergangenheit aufarbeiten, Zukunft bewältigen" sensibilisiert er erfolgreich das Bewusstsein für die Volksgruppe, die Slowenisch-Kurse erfreuen sich heute regen Zulaufs aus ganz Kärnten. Auch Gesundheitsthemen, Yoga und Kreativkurse organisiert der zweifache Vater, der mit seiner Frau eine Frühstückspension am Klopeiner See führt, mit den Gästen gerne politisiert und einen Kasten voll Referat-Kopien hortet. Meist ist er damit beschäftigt, "Kommunikation zwischen allen Ebenen" zu schaffen. "Minderheit und Mehrheit müssen eine gemeinsame Lösung suchen, um in Eintracht leben zu können."
Lieber Martin, auch von der EL alles Gute sowie viel Gesundheit und Kraft!
Foto: "Abraham" Martin Pandel im Kreise der Familienmitglieder und Freunde; dabei auch EL-Vorsitzender Vladimir Smrtnik, der mit dem Quartett Smrtnik und einem Bild des Künstlers Karl Vouk den Jubilanten überraschte und .



