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Zweisprachiger Unterricht in Kärnten
LIF-Vouk: Zweisprachiger Unterricht soll integraler Bestandteil werden
22.09.2008 - 11:19
50 Jahre nach der Abschaffung des verpflichtenden zweisprachigen Unterrichts in Südkärnten ist es an der Zeit, diesen schwerwiegeden historischen Fehler endlich zu reparieren, fordert der Kärntner LIF-Spitzenkandidat Rudi Vouk.
„Kärnten hat sich am 22. September 1958 durch die Aufhebung der Verordnung zum obligatorischen zweisprachigen Unterricht seine eigenen Zukunftschancen beschnitten. Um den Erfordenissen des Arbeitsmarktes zu entsprechen, muss heute so mancher Kärntner auf eigene Kosten und in seiner Freizeit Slowenischkurse belegen. Wäre die Politik dieses Landes nicht so deutschnational verblendet, hätte man das Slowenische schon längst in der Volksschule nebenbei lernen können“, stellt Vouk fest.
Angesichts der auf jeden Fall erfreulichen Tatsache, dass dieses Jahr schon mit einem 50-Prozentigen Anteil der zum zweisprachigen Unterricht angemeldeten Erstklassler zu rechnen ist, fordert der liberale Kärntner Spitzenkandidat daher, das Minderheitenschulgesetz den tatsächlichen Erfordernissen anzupassen.“Die beste Lösung für dieses Land wäre natürlich ein verpflichtendender deutsch-slowenischen Unterricht an allen Volksschulen zumindest in Südkärnten. Als Zugeständnis an all jene Eltern, die ihren Kindern diese einmalige Gelegenheit nicht bieten wollen, könnte man jedoch nach dem Burgenländer Modell die Möglichkeit der Abmeldung vom zweisprachigen Unterricht miteinschließen. Auf jeden Fall sollte aber der mitlerweile 50-Jahre alte Mißstand zum Schaden der Sprachkompetenz in diesem Land so rasch wie möglich beseitigt werden“, erklärt Vouk.


