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Kindergartenjahr
LIF/EL-Kandidat Vouk fordert verfassungskonformes verpflichtendes Kindergartenjahr
06.08.2008 - 10:13
Das Recht auf Erziehung in der Sprache der Volksgruppe muss auch bei den Kleinsten gesichert sein. Der Spitzenkandidat des Liberalen Forums (LIF) in Kärnten Rudi Vouk pocht bei der geplanten Einführung des verpflichtenden Kindergartenjahres auf die Einhaltung der im Staatsvertrag niedergeschriebenen Minderheitenrechte.
Absatz 2 Artikel 7 des Österreichischen Staatsvertrages legt nämlich für die Angehörigen der slowenischen Minderheit in Kärnten und der Steiermark sowie der kroatischen Minderheit im Burgenland fest, dass sie »Anspruch auf Elementarunterricht in slowenischer oder kroatischer Sprache« haben. »Nachdem ein verpflichtendes Kindergartenjahr zweifelsohne der Definition des Elementarunterrichts entspricht, sind diese im Verfassungsrang stehenden Bestimmungen in einem Rechtstaat natürlich einzuhalten und umzusetzen«, betont der vom LIF und der Einheitsliste gemeinsam nominierte Kärntner Spitzenkandidat Vouk. Im Sinne der Gleichbehandlung wären entsprechende Regelungen auch für die weiteren österreichischen Volksgruppen vorzusehen.
Um ein allfälliges politisches Hickhack auf Landesebene im Voraus zu verhindern, schlägt der Verfassungssprecher des LIF vor, durch Bundesgesetz in den betreffenden zweisprachigen Gebieten eine generelle zweisprachige Erziehungen in den Kindergärten einzuführen. Dabei sollte aber zusätzlich auch die Möglichkeit der Abmeldung gegeben sein.
Eine solche Entscheidung wäre in mehrfacher Hinsicht notwendig und sinnvoll. „Einerseits können gerade in sensiblen volksgruppenpolitischen Bereichen Fehler bei der Einführung einer Regelung oft erst nach Jahrzehnten und mühsamen Verfahren wieder beseitigt werden, deshalb muss von Anfang an eine korrekte Regelung angestrebt werden. Andererseits werden damit für die heranwachsende Generation nicht nur bei den Volksgruppenangehörigen optimale Zukunftschancen geschaffen. Denn wann, wenn nicht im Kindesalter, lernt man am leichtesten und am besten eine Sprache“, begründet Vouk seine Forderung.


