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Kriegsverbrecher

LH Haider für Verbleib von Kriegsverbrecher Ašner in Kärnten

19.06.2008 - 07:50

Milivoj Ašner (später: Georg Aschner; * 21. April 1913 in Daruvar) ehemaliger Polizeichef des Ustascha-Regimes war im Zweiten Weltkrieg der Chef der Ustascha-Polizei in Požega. Er war während der Zeit maßgeblich an Deportationen und Vertreibungen von Serben und Juden sowie Roma beteiligt. 1945 flüchtete er nach Österreich, wo er bereits 1946 die Staatsbürgerschaft erhielt.

Nachdem Kroatien seine staatliche Selbstständigkeit wiedererlangt hatte, kehrte er 1991 in seine Geburtsstadt Daruvar zurück. 2005 wurde er in Kroatien wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Daraufhin floh er aus Kroatien und zog nach Klagenfurt.
Kroatien fordert seine Auslieferung, aber weil Ašner österreichischer Staatsbürger war wurde er lange Zeit nicht ausgeliefert. Später wurde festgestellt, dass Ašner die österreichische Staatsbürgerschaft nicht mehr besitzt. Er hat im Jahr 1990 die kroatische beantragt und sich nicht um die Beibehaltung der österreichischen bemüht.[1] Um die nun möglich gewordene Auslieferung durchzuführen muss aber zu erst eine Vernehmung stattfinden und deshalb muss die Vernehmungsfähigkeit festgestellt werden. Mehrere psychiatrische Gutachten kamen allerdings zu dem Ergebnis, dass eine Vernehmungsfähigkeit nicht gegeben ist.[2] Britische Zeitungen bezeichneten diese Gutachten als unglaubwürdig, nachdem Ašner sehr rüstig wirkend und ohne Stock gehend bei längeren Spaziergängen sowie am Rande einer Fan-Feier der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Klagenfurt fotografiert worden war.[3] Nachdem Ašner in einem Interview Gerüchte über eine angebliche Demenzerkrankung (die ihm von Gutachtern bescheinigt worden war) zurückwies, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen ihn.


Dr. Peter Gstettner
(Mauthausen Komitee - Kärnten) repliziert zu diesem Thema:
Eine kleine EURO 08 - Nachtragsnotiz aus KÄRNTEN zu den Pressemeldungen über den
international gesuchten Nazi-Verbrecher Milivoj Ašner, der in Klagenfurt wohnt und dessen Familie LH Jörg Haider sehr sympathisch findet. Haider will von einer möglichen Auslieferung Milivoj Ašners nichts wissen; "er soll seinen Lebensabend bei uns verbringen dürfen", so Der Standard am 18. Juni 2008. Haider: "Wir schätzen diese Familie sehr".
"WIR" ist allenfalls J.Haider und sein BZÖ/FPÖ Anhang. "Wir" ist jedenfalls nicht KÄRNTEN. Am Samstag, den 14. Juni 2008 waren z. B. alle Fanbeauftragten der deutschen Nationalmannschaft bei der Gedenkveranstaltung am Loibl. Und noch zwei Fanbeauftragte der österreichischen Nationalmannschaft dazu.
Im Internet wurde unter www.fanguide-em2008.de dazu aufgerufen, an der Gedenkveranstaltung beim ehem. Loibl-KZ teilzunehmen.
Auf dieser Fanguide-Homepage sind auch sehr gute Zusatzinformationen über die Ereignisse, die sich in der NS-Zeit am Loibl zugetragen haben. - Diese Notiz ist kein Trost, aber ein kleines Gegengewicht zur Meldung über den Alt-Nazi, der sich in der Klagenfurter Fanzone mit seinen kroatischen Fans vergnügte - und von dem das britische Blatt Sun mit Bild und Text in alle Welt berichtete.

Mit den besten Grüßen!
Peter Gstettner
Mauthausen Komitee Kärnten
http:loibl-memorial.uni-klu.ac.at