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EU-Agrarsubventionen
EL: mehr EU-Förderungen den Klein- und Mittelbauern
24.06.2008 - 10:07
Es ist richtig, dass über die EU-Agrarförderungen den österreichischen Landwirtschaftsbetrieben transparent berichtet wird. Seit Jahren umstritten sind aber die fragwürdigen Relationen bei den Förderungsnehmern.
Bekanntlich fließt der Hauptteil der Subventionen an Großgrundbesitzer und landwirtschaftliche Wirtschaftsbetriebe: „Das ist nicht im Sinne der österreichischen und Kärntner Landwirtschaft, die stark von Klein- und Mittelbetrieben geprägt ist“, meint EL-Vorsitzender Vladimir Smrtnik. Für Smrtnik wäre ein größeres Stück des Subventionskuchens an die Kleinbauern, die oftmals durch schwierige Gebietsverhältnisse (sprich Bergbauern) in wirtschaftlich allgemein schwierigen Regionen wie z. B. Südkärnten am wenigsten von den EU-Förderungen haben, absolut gerechtfertigt:
„Da sollten das österreichische Landwirtschaftsministerium, die Kärntner Landwirtschaftskammer und der Kärntner EU-Referent LR Martinz endlich auf die Pauke hauen, anstatt dauernd nur die Subventionshöhe zu beweihräuchern, und die Förderungen so umleiten, dass sie der existenzgefährdeten Bauernschaft zugute kommen“, stellt sich Smrtnik klar an die Seite der "Kleinen" in Kärnten.
Smrtniks Vorschlag ist nach wie vor eine Deckelung der Förderungen im Sinne “den Kleinen mehr und den Großen weniger“. „Wer, wenn nicht die Landwirte mit Leib und Seele, tragen Sorge für die Erhaltung einer vielfältigen und kultivierten Landschaft sowie der ländlichen Struktur“ stellt Smrtnik ganz klar fest, wohin die EU-Subventionen viel mehr
fließen müssen.
Je mehr man von landwirtschaftlichen Megabetrieben abhängig ist, desto größer auch die Gefahr von Preisabsprachen: „Der Konsument könnte auch
hier zur Melkkuh der Nation werden“, verweist der EL-Landesvorsitzende auf noch eine reale Gefahr der ungerechten EU-Finanzmittelverteilung im
Agrarsektor.


