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Kärnten/Heimatherbst
EL-Chef Smrtnik: »Heimatherbst« soll auch »Domača jesen« heißen
28.02.2008 - 13:10
Am 28.2. wurde im Speigelsaal der Kärntner Landesregierung die Veranstaltungsreihe »Heimatherbst 2008« präsentiert.
»Die Idee durch eine authentische Veranstaltung die Wirtschaft und den Tourismus in den Regionen zu beleben ist positiv und zu begrüßen« sagt EL – Chef Vladimir Smrtnik, fügt aber hinzu, dass der »Heimatherbst« in den Südkärntner Gemeinden leider bislang eine »identitätsverzerrende« und keine »identitätsstiftende« Veranstaltung war.
Wenn nämlich in einer Werbebroschüre auf 66 Seiten nur die Worthülsen »Coppla kaša« und »Pohača« davon Zeugnis ablegen, dass in Südkärnten durch Jahrhunderte hindurch Brauchtum auch aus und mit der slowenischen Volksgruppe gewachsen ist, so ist das ein eindeutiger Versuch, die wahre Identität der Region zu verschweigen und zu untergraben, kritisiert Smrtnik.
Ein besonderes »Schmankerl« lieferte bei der Präsentation aber auch die Vertreterin der Kärnten Werbung ab, die davon sprach, dass nun daran gedacht wird, die Werbefolder auch in italienischer Sprache aufzulegen. »Dagegen haben wir nichts,« meint Smrtnik, »nur sollte sich endlich auch bis zur Kärnten Werbung durchsprechen, dass unser Land nicht nur an Italien, sondern auch an Slowenien angrenzt und es an der Zeit wäre, auch den slowenischen Gast entsprechend zu bewerben.
Vladimir Smrtnik fordert von der Volkskulturabteilung des Landes und von der Kärnten Werbung, dass die Bewerbung der Veranstaltungen im Südkärntner Raum zweisprachig erfolgen solle und dass in den Broschüren auch auf die Wurzeln der alten Bräuche korrekt hingewiesen werde. Die Veranstaltung solle ihrer identitätsstifenden Aufgabe gerecht werden, so Smrtnik abschließend.


