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Runder Tisch
Eindeutiger Beweis gelebter Autonomie
22.10.2009 - 11:08
Die kommunalpolitischen Aktivitäten der Einheitsliste und ihrer Schwesterpartei in Friaul-Julisch-Venetien, Slovenska skupnost (SSk), sowie deren Bedeutung für die slowenische Volksgruppe in Kärnten und Italien war am Dienstag, den 20. Oktober 2009, Gegenstand einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von GV Stefan Kramer (Marktgemeinde Eberndorf/Dobrla vas).
Am Podium waren vertreten EL-Vorsitzender Vladimir Smrtnik, SSk-Landessekretär Damijan Terpin, die EL-bzw. SSk-Bürgermeister Franz-Josef Smrtnik (Bad Eisenkappel/Železna Kapla), Fulvia Premolin (San Dorligo della Valle/Dolina pri Trstu), Marko Pisani (Monrupino/Repentabor) und Franka Padovan (San Floriano del Collio/Števerjan) sowie Vizebürgermeister Nanti Olip (Sele/Zell).
Die kommunalpolitischen Initiativen zu Gunsten der slowenischen Minderheiten kommen einzig und allein von den selbstständigen Gemeinderatslisten, vereinigt unter dem Dach der Landes-EL und SSk, so der einhellige Tenor der Diskussions-Teilnehmer. Ohne die selbstständigen Fraktionen wären Anliegen der slowenischen GemeindebürgerInnen überhaupt kein Thema in den Gemeindestuben und würde der Assimilationsprozess noch mehr voranschreiten. Der entscheidende Vorteil der selbstständigen Listen ist, dass sie, im Gegensatz zu integrationsbereiten Volksgruppenangehörigen in den Mehrheitsparteien, keinen höheren Parteiinteressen unterworfen sind und sich autonom für die Interessen der Volksgruppe einsetzen können. Kurzum, die slowenischen Kommunalpolitiker von den sebstständigen Listen sind nicht nur die einzigen Volksgruppenvertreter mit öffentlichrechtlicher Legitimation, sie sind auch eindeutiger Beweis gelebter Demokratie.
Das heißt aber nicht, dass sich die Vertreter der unabhängigen Listen nur auf Volksgruppenthemen beschränken würden. Sie leisten ebenso Pionierarbeit auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und setzen sich konsequent für die allseitigen Interessen der Regionen Südkärnten und Julisch-Friaul-Venetien ein. Zugleich sind sie offen für die Angehörigen des Mehrheitsvolkes, was sich nichtzuletzt positiv auf die Wahlergebnisse auswirkt.
Oder um es mit den Worten von Bürgermeister Franz-Josef Smrtnik auszudrücken: "Hätten mich bei der letzten Wahl nur die Slowenen gewählt, wäre ich nie Bürgermeister geworden."
Foto (von links): Vorsitzender der EL Smrtnik, GV Kramer, Bürgermeisterin Padovan, BGM Smrtnik, Bürgermeisterin Premolin, BGM Pisani, eine Vertrauensperson der SSk, Landessekretär der Slowenischen Gemeinschaft (SSk) Terpin, Vize-BGM Olip



