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Gemeinde Neuhaus/ Suha
Bgm. Visotschnig amtlich gegen Neuhaus/Suha
02.09.2008 - 13:22
EL-Vorsitzender und LIF/EL-Kandidat Smrtnik zu Neuhaus/Suha: Offenbar wünscht Bgm. Visotschnig lieber geistige Enge. Kaum bekommt die Gemeinde Neuhaus/Suha ein offenes und weltgewandtes Image, schon setzt der Bürgermeister alles daran, dem guten Ruf zu schädigen, stellt der Vorsitzende der Enotna lista (EL) und Kandidat des LIF Vladimir Smrtnik besorgt fest.
Denn nur drei Tage nach der österreichweit bemerkten Eröffnung des Museums Liaunig Neuhaus/Suha, das den zweisprachigen Charakter dieser Südkärntner Gemeinde gerade durch seine Bezeichnung vorbildhaft zum Ausdruck bringt, sah sich Bürgemeister Gerhard Visotschnig bemüßigt, diese Identität wieder zu verleugnen. In einem an die Medien gerichteten Schreiben meinte er nämlich darauf hinweisen zu müssen, „dass die Ortschaft Neuhaus nicht in die Topografieverordnung 1977 fällt.“ Darum sei „bei der offiziellen Berichterstattung die korrekte Bezeichnung zu verwenden“, ist bei Visotschnig zu lesen.
„Hier ist wieder einmal zu sehen, zu welch irrationalen Handlungen blind vertrauende Parteisoldaten fähig sind. Visotschnig pfeift auf jedwede Modernität, die der Gemeinde das Museum Liaunig Neuhaus/Suha einbringt, wenn es nur darum geht, stramm einsprachig deutsch erscheinen zu können. Statt kultureller Bereicherung, die von den österreichischen Qualitätsmedien durchgehend gewürdigt wird, wünscht man offenbar lieber geistige Enge“, kommentiert Smrtnik. „Eine besondere Ironie überdies ist die Tatsache, dass der so auf Einsprachigkeit bedachte Bürgermeister Visotschnig Mitglied des Beirates für die slowenische Volksgruppe beim BKA und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Volksgruppen in der SPÖ ist“, weist Smrtnik abschließend noch hin.


