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Zukunftsfonds Kärnten
Kärntner Zukunftsfonds: EL begrüßt SJK-Antrag für Biodieselanlage
29.04.2008 - 09:05
Die Südkärntner Bauern (SJK) machen die Kärntner Landespolitik darauf aufmerksam beim Thema Kärntner Zukunftsfonds den Agrarbereich nicht zu vergessen. Ein revolutionäres Projekt in Kärnten wäre der Ausbau einer Technologie für die Biodieselproduktion ohne die Nutzung von Lebensmittelrohstoffen.
Allgemein stellt sich die Frage, wie man sich vom immer teureren Ölmarkt abkoppeln könnte und vor allem, wie den steigenden Spritverbrauch klimatologisch erträglich zu machen.
Eine sehr interessante Technologie zur Produktion von Biodiesel findet man im deutschen Freiberg. Auf Basis von Biomasse (vor allem Holzabfall ohne Lebensmittelrohstoffe) wird Biodiesel produziert. Vereinfacht wird aus Biomasse Synthesegas gewonnen und daraus erfolgt mittels Fischer-Tropsch (FT)-Synthese Kraftstoff. Durch ein weiteres Verfahren wird die Dieselausbeute maximiert.
SJK-Chef und Landwirtschaftskammerrat Stefan Domej ist begeistert von der Technik: „Damit könnte man mehrer Fliegen mit einem Schlag erwischen und nicht nur dem Agrarbereich einen großen Dienst erweisen,“ meint Domej und verweist auf die idealen natürlichen Bedingungen, die Kärnten für eine derartige Technologie hat, nämlich „genug Wald und genug Maisstroh als Rohstoffe“. Domej streicht auch hervor, dass es sich hierbei um ein „wirklich zukunftsträchtiges Projekt handelt“.
Die SJK weist auch auf die wirtschaftliche Unterstützung der Land- und Forstwirtschaft: „Dafür müsste aber ein rechtliches Modell geschaffen werden, womit diese Technologie in den Händen der Land und Forstwirtschaft bleibt, so Domej.
Mögliche Standorte einer solchen Technologie wären der SJK zufolge solche mit entsprechender Infrastruktur wie beispielsweise in Frantschach, Kühnsdorf oder auch in Arnoldstein.
Die Südkärntner Bauern werden einen diesbezüglichen Antrag in der heutigen LK-Vollversammlung auf Schloss Krastowitz einbringen.
Für EL-Vorsitzenden Vladimir Smrtnik ist das ein "Paradebeispiel" für den Kärntner Zukunftsfonds und absolut unterstützenswert.


