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2009
Parteibuchwirtschaft
“Ohne Partei bin ich nichts”
Diesen Satz hat vor Jahren der ehemalige Bundeskanzler Fred Sinowatz geprägt. Die Macht der Parteien ist tatsächlich groß und in vielen Bereichen absolut schädlich. Immer noch werden fast ausschließlich "politisch hörige" Parteisoldaten in Positionen gehoben. Es entscheidet nicht die Qualität der Person, sondern die Parteifarbe.
Heute habe ich mit einem Kollegen geplaudert, der lange Zeit in einem Politikerbüro eine wichtige Rolle bekleidet hat und für etliche überraschend wieder in den "normalen" Landesdienst versetzt wurde. Es hat mich interessiert, was der Grund für seinen plötzlichen Wechsel war. Und siehe da, seinen Chef hat es gestört, dass er gute Beziehungen auch zu anderen Parteien pflegte. Also, gefragt sind offensichtlich Leute, die nicht über den eigenen Tellerrand zu blicken vermögen. Da muss mann sich dann nicht wundern, dass die Qualität der politischen Arbeit auch zu wünschen übrig lässt, um es milde auszudrücken.
Wer schafft also in der Verwaltung oder auch in der Politk den Sprung nach oben? Hauptsächlich Leute, die ihre Überzeugung am Altar der persönlichen Eitelkeit opfern, die für eine Position im Scheinwerferlicht die eigene Großmutter verkaufen oder die gelernt haben zu buckeln.
Von Freunden und Bekannten, die meinen Werdegang in der Landesverwaltung kennen, werde ich des Öfteren gefragt, warum hast den nicht "gebuckelt", du wärst heute Bezirkshauptmann, Abgeordneter oder vielleicht noch mehr. Faktum ist, dass mir der verunglückte Landeshauptmann Haider, in der Phase meiner Tätigkeit als Protokollchef des Landes (2000 - 2002), diverse Spitzenfunktionen angeboten hat. Viele an meiner Stelle, auch aus der slowenischen Volksgruppe, hätten wohl den leichteren Weg gewählt und sich für eine "Traumkarriere", die jedoch auch schnell wieder vorbei sein kann, entschieden. Ich habe es vorgezogen, mir meine Überzeugung zu erhalten und mich nicht "kaufen" zu lassen. Und ich denke, es war richtig so.
Eines aber wird an diesen Beispielen dennoch deutlich: Sinowatz meinte, ohne Partei geht nichts. Haider auf der anderen Seite hätte für den politischen Kurzzeiteffekt, jeden der ins Konzept passen würde, in höchste Positionen gehievt.
Wie man an der derzeitigen Politikerkaste in Kärnten zu gut sehen kann, sind beide Denkschulen der Personalrekrutierung nicht optimal. Die starren und für junge Menschen wenig attraktiven Parteistrukturen der SPÖ, der ÖVP oder der Grünen nicht und auch die von der alleinigen Gunst eines Führers abhängige Personlapolitik des BZÖ nicht.
Wenn die Parteien wieder junge und interessante Persönlichkeiten für die politische Arbeit gewinnen wollen, werden sie an einschneidenden Strukturreformen nicht vorbei kommen. Gute Leute müssen auch ohne Parteibuch eine Chance haben und die Tiefe der Solariumbräune, die Marke des Anzuges oder der Armbanduhr dürfen kein Qualifikationskriterium für Nachwuchspolitiker werden. Wenn doch, wird Kärnten "anders" bleiben. Leider!
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