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12.10.
2010

10. Oktober 2010

Eine interessante Rede eines 9 - jährigen Schülers!

Bei der großen Jubiläumsfeier im Wappensaal des Landhauses hielt ein 9- jähriger Bub eine viel beachtete Rede. Weil ich von vielen Menschen angesprochen wurde, wo diese Rede nachzulesen sei, darf ich sie an dieser Stelle zur Gänze veröffentlichen.

Pri veliki slavnosti v dvorani grbov deželnega dvorca je držal mladenič star 9 let odmeven govor, ki ga na tej strani objavljam v celoti.
Grüß Gott! Dober dan! Buon giorno!

Unser Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat mich gebeten, darüber zu sprechen wie ich mir mein Leben in zehn Jahren, beim 100 Jahr Jubiläum der Volksabstimmung vorstelle. Zuvor möchte ich aber von einer Begebenheit berichten, die in meiner Familie rund um den 10. Oktober immer wieder erzählt wird:

Im Jahr 1920, war meine Urgroßmutter ungefähr so alt wie ich heute. Sie lebte in der Abstimmungsstadt Völkermarkt. Wie viele Kinder in der damaligen Zeit, half auch meine Uroma beim heimlichen Verteilen von Propagandamaterial für Österreich. Als sie eines Tages gerade dabei war, das Auto des jugoslawischen Oberbefehlshabers, General Majster, mit österreichischen Werbezetteln zu bekleben, wurde sie von einem serbischen Offizier erwischt. In ihrer Verzweiflung und Aufregung wehrte sie sich mit Händen und Füßen und beschimpfte den fremden Soldaten auf Bosnisch - meine Uroma war nämlich in Bosnien aufgewachsen und erst gegen Ende des ersten Weltkrieges mit ihren Eltern nach Kärnten zurückgekehrt. Zum Erstaunen meiner Uroma wurde der fremde Soldat plötzlich freundlich; er selbst kam nämlich aus Sarajevo und war hoch erfreut, so weit weg von seiner Heimat seine Muttersprache zu hören. Von diesem Moment an wurde der feindliche Soldat zum Freund und versorgte die Familie meiner Uroma heimlich mit Nahrungsmitteln. Es ging sogar so weit, dass der serbische Soldat den glücklichen Ausgang der Volksabstimmung gemeinsam mit meiner Uroma feierte.

Hätte meine Uroma damals nicht Bosnisch gekonnt, wäre die Geschichte wohl nicht so glimpflich verlaufen. Und nicht zuletzt deshalb habe ich mir fest vorgenommen, so viele Sprachen wie möglich zu lernen. In der Volksschule habe ich bereits ein wenig Italienisch und Slowenisch gelernt, in ein paar Jahren werde ich nicht nur Englisch sondern auch diese beiden Sprachen beherrschen. Ich habe vor, auf jeden Fall ein Jahr meiner Schulzeit in Udine zu verbringen und vielleicht werde ich in zehn Jahren - da bin ich dann fast 20, gerade ein Semester auf der Uni in Laibach / Ljubljana Wirtschaft studieren. Ich denke nämlich daran, wenn ich erwachsen bin, eine internationale Hotelkette zu gründen. Ein Hotel wird in Velden stehen, eines in Kranjska gora und ein drittes in Jesolo. So werde ich mein Leben abwechselnd am Meer, in den Bergen und an meinem Wörthersee verbringen, viele interessante Menschen kennenlernen und mich mit ihnen in ihren Sprachen unterhalten.

Zum 100 Jahr Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung werde ich dann wohl meine Freunde aus Italien und Slowenien nach Kärnten einladen und mit ihnen gemeinsam diesen für Kärntne wichtigen Tag feiern und ihnen wohl auch die Geschichte meiner Uroma erzählen.

Vielen Dank! Hvala lepa! Grazie Mille!

Patrick Beclin, 9 Jahre

KOMMENTARE

Izvrstno! Ausgezeichnet! Benissimo! Outstanding!
Takšnega duha potrebuje Koroška. Kolikor jezikov govoriš, tolikokrat si človek. Da bo ostala slovenščina na Koroškem živ jezik, potrebujemo korajžne in aktivne govorce! Pomoč v to smer je vidna in v javnosti slišna slovenščina.
Dem jungen Patrick wünsche ich alles Gute und weiterhin diesen offenen Geist!

12.10.2010 17:02 | Fric Kert
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