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10.12.
2008

Gemeinderatswahlen

“Auch ich kann SLOWENISCH!”

Diesen Satz aus dem Mund einiger Kommunalpolitiker hören Gemeindebürger in den zweisprachigen Gemeinden, in den Monaten vor Gemeinderatswahlen, sehr oft. Sonst kaum einmal! Warum wohl? Es geht um Stimmen, auch um Stimmen der zweisprachigen Bevölkerung. Plötzlich entsinnen sich etliche Parteifunktionäre der eigenen ethnischen Wurzeln, die sonst nur zu gern verdrängt werden. Die "Kärntner Seele" lässt grüßen.

Ich musste beim Durchlesen eines Interviews des Vizebürgermeisters meiner Heimatgemeinde Feistritz ob Bleiburg / Bistrica nad Pliberkom schmunzeln, als dieser der Leserschaft offenbarte, "er könne auch Slowenisch" und "er hätte in Slowenisch maturiert". Es freut mich, dass uns Stefan Hütter dies mitteilt. Den von allein wäre wohl kaum jemand drauf gekommen; bislang hat er es ja vermieden bei seinen öffentlichen Auftritten, bis auf Grußfloskeln, auch die zweite Landessprache zu verwenden. Auch in die SPÖ - Gemeindezeitung (nicht anders verhält es sich mit der LFA - Gemeindezeitung) hat es bislang noch kein slowenischer Satz geschafft.

Dabei muss ich noch sagen, dass Stefan Hütter durchaus jemand ist, der zu der slowenischen Volksgruppe eine positive Einstellung hat. Trotzdem tut sich sogar ein positiv denkender Parteienvertreter schwer, sich zu der zweiten Landessprache öffentlich zu bekennen. Es müssen Wahlen kommen und dazu die taktische Überlegung, in einer Bürgermeisterstichwahl, in die Hütter erst einmal kommen muss, eventuell auch Stimmen aus diesem Segment zu benötigen.

Eigentlich schade, dass es so schwer ist etwas historisch Gewachsenes als positive Selbstverständlichkeit anzunehmen und dazu auch zu stehen. Dabei ist die Zweisprachigkeit ein großes Kapital für unsere Region, nicht nur kulturell, auch im Bezug auf den Wirtschaftsstandort. Die offensive Zweisprachigkeit müssten die Südkärntner Gemeinden und ihre Vertreter eigentlich schon längst als große Chance begreifen. Nicht nur dann, wenn es darum geht Stimmen zu fangen!

KOMMENTARE

Lieber Pepe!
Freut mich, das sie diese Beiträge hier auf ELNET lesen. Ihre doch ziemlich agressive Reaktion auf den ganz niedlichen Beitrag zu Stefan Hütters Bekenntnis, dass er auch slowenisch spricht, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Faktum bleibt, ich verfolge es schon seit dem Abgang Pajanks genau, dass die SPÖ - Zeitung bislang noch keinen slowenischen Satz veröffentlicht hat. Niemand hat verlangt, dass alles übersetzt werden muss, nur wenn man ehrlich bemüht ist der zweiten Landessprache Respekt zu zollen, wird man wohl auch die öffentliche Anerkennung dieser Sprache in Wort und Schrift versuchen müssen. Auch wenn es um kurze Beiträge geht.
Hütter ist ein jüngerer Politiker und wird sicher auch noch seine Erfahrungen machen. Sie sollten aber Beiträge die Smrtnik hier schreibt ganz wertneutral betrachten und nicht immer, wenn Ihnen etwas nicht passt, "Radikales" dahinter vermuten.
Smrtnik und radikal; kann ich nur lachen. Mir ist er zuwenig radikal, deshalb kritisiere ich ihn auch hie und da. Und ich bin kein Slowenenfunktinär, zu ihrer Info. Allein seine kulturelle Tätigkeit in Kärnten spricht aber eine ganz klare Sprache. Für seine Muttersprache soll er sich weiter einsetzen. Klar und deutlich! Ich begrüße dieses Angagement sehr. Er zählt in unserer Gemeinde ohne Zweifel auch zu den bekanntesten und profilliertesten Gemeindepolitikern. Ich bin auch sicher, deshalb mussten sie hier so fest anfahren. Respekt vor einem starken Gegner nennt man das. Lesen sie bitte die Beiträge zukünftig objektiv und nicht durch ihre "Partei - Brille" !
Mit Gruß
Josef K.

13.12.2008 12:41 | Josef K.

Sehr geehrter Herr Smrtnik!

Ja, Stefan Hütter spricht slowenisch! Er ist zwar kein Kärntner Slowene, aber ist es nicht trotzdem schön zu wissen, dass er, wie auch Sie erkannt haben, der Slowenischen Volksgruppe positiv gegenüber steht.
Ihre Reaktion ist aber wieder mal typisch. Sie unterstellen Hütter gleich Parteitaktik. Ich denke mit solchen reflexartigen negativen Aussagen haben Sie wieder mal bewiesen, dass es eigentlich Ihnen nicht um die Sache sondern nur um die Parteipolitik geht.

Die einsprachigen Aussendungen haben, so denke ich, vor allem praktische Gründe. Für Sie ist es selbstverständlich, aber haben Sie schon mal daran gedacht, dass nicht jeder Bürger perfektes schriftslowenisch versteht. Und viele Leser werden die slowenischsprachigen Artikel in ihrer Zeitung oder in Ihren Blogs aus diesem Grund einfach nicht lesen. Ich nehme mich hier auch nicht aus.
Sie sprechen auch abfällig von Grußfloskeln, ich finde es ist objektiv gesehen in Ordnung dass in öffentlichen Auftritten die Slowenische Volksgruppe als ein Zeichen der Anerkennung slowenisch begrüßt wird. Es ist aber nun mal so, dass die erste Landessprache von allen verstanden wird. Eine zweisprachige Rede, Artikel, Blog usw., noch dazu mit redundantem Inhalt, wird einfach nicht die gleiche Reichweite haben. Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen.

Ich bin kein Kärntner Slowene und trotzdem deren Sympathisant. Aber es sind genau Personen wie Sie, die durch solche fadenscheinige Aktionen der Volksgruppe einen Bärendienst erweisen. Es ist aber beruhigend zu wissen, dass nicht Sie allein für die slowenische Volksgruppe stehen, und dass es viele konstruktivere Slowenen gibt, denen das Miteinander wichtiger ist. Ihnen wohl nicht.

Vas
Radulnig Pepe

12.12.2008 23:54 | Radulnik Pepe
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