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01.06.

Bürgerservice

Die EL als BÜRGERANWALT / LJUDSKI ODVETNIK

Neben dem Eintreten für volle Gleichberechtigung beider Landessprachen, dem Bemühen um eine positive Entwicklung des Südkärntner Raumes, dem Eintreten für eine gedeiliche Nachbarschaftspolitik, muss die konkrete Hilfestellung und Unterstützung der Bürger in alltäglichen Dingen eine weitere tragende Säule der Politik der EL sein.

Wir haben nicht die Möglichkeiten und auch nicht die Mittel um den Menschen Jobs zu garantieren oder finanzielle Förderungen größeren Umfangs. Aber wir können den Menschen ganz konkret helfen bei den alltäglichen Problemen mit der Bürokratie und der oft sehr schwerfälligen Verwaltung in den Gemeinden aber auch darüber hinaus. Die Menschen sind dankbar für jede Hilfe. Sie wünschen sich glaubwürdige Mandatare an die sie sich ohne Angst und jederzeit wenden können.

In meiner Gemeinde, in Feistritz ob Bleiburg / Bistrica nad Pliberkom, habe ich ganz konkret den Gemeindebürgern angeboten, sich bei Problemen, offenen Fragen, Abweisungen von Anträgen, Ungerechtigkeiten bei den Verwaltungsabläufen uä. an mich oder einen meiner Fraktionskollegen zu wenden. Ich bin überrascht und es freut mich sehr, dass doch etliche GemeindebürgerInnen davon Gebrauch machen. Mein Ansatz ist einfach zu helfen, wenn es mir irgendwie möglich ist. Dabei ist mir vollkommen egal, ob es sich bei dem Hilfesuchenden um jemand aus der slowenisch- oder deutschsprachigen Volksgruppe handelt und ist mir auch egal, welcher politischen Richtung der oder diejenige zuzuordnen ist.

Überrascht bin ich aber auch darüber, dass dieser Ansatz - nämlich Bürgerservice anbieten zu wollen - einige Kollegen in den anderen Fraktionen aber auch in der Verwaltung nervös macht. Konkret haben mich der Vizebürgermeister der Bürgermeisterfraktion und der Leiter der Verwaltung dafür hart kritisiert. Ich dürfe mich als Gemeindemandatar nicht hinter die Bürger, sondern müsse mich hinter die Entscheidungen der Gemeinde stellen, haben sie gesagt. Offensichtlich auch dann, wenn diese falsch sind !!!

Nun, ich verstehe meine Aufgabe im Gemeinderat anders. Mein Platz ist auf der Seite der Bürger. Es darf keine Ungerechtigkeiten geben und es darf auch keine Begünstigungen oder Benachteiligungen von Bürgern geben. Dem Ansehen der Gemeinde nütze ich daher dann am besten, wenn ich mich bemühe, Probleme zu lösen und Fehler aufzuzeigen. Und Fehler dürfen passieren, auch in den Verwaltungsabläufen. Problematisch wird’s nur dann, wenn man nicht bereit ist aus Fehlern zu lernen.

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