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12.07.

Ortstafelfage

Othmar Mory kontert Uwe Scheuch!

In einem Leserbrief, veröffentlicht in der Kleine Zeitung vom 12.07.2010, meldete sich Othmar Mory, Nachkomme einer von Partisanen verschleppten und ermordeten Familie, zum Thema Ortstafeln zu Wort.

Mory bezieht bemerkenswert deutlich Position zur politischen Forderung von FPK Chef Uwe Scheuch nach einer Mindeheitenfeststellung: "Auch Uwe Scheuch ist sich dessen bewusst, dass das Ergebnis einer Minderheitenfeststellung niemals als objektive Grundlage zur Lösung der Ortstafelfrage hernagezogen werden könnte. Boykott durch weite Kreise unserer slowenischen Landsleute wie auch die Abgabe von Sympathisantenstimmen deutschsprachiger Kärntner werden das Ergebnis verfälschen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Scheuch weider besseres Wissens auf seinem Standpunkt beharrt, um den kritiklosen Teil seiner Partei an der Kandare zu halten".

Ich bin Othmar Mory, dessen Bemühen um ein friedliches Zusammenleben beider Volksgruppen (besonders in den letzten Jahren) ich auch angesichts seiner Familiengeschichte sehr zu schätzen weiß, dankbar für diese klare Stellungnahme. Eine Minderheitenfeststellung ist nur dazu angetan, Konflikte in die Dörfer und Gemeinden zu tragen. Scheuch glaubt anscheinend, dass er aus einer derart aufgeladenen Grundstimmung heraus als Sieger empor steigen würde; sowohl parteiintern im Machtkampf mit Landeshauptmann Dörfler als auch im Kampf um die Wählerstimmen mit den anderen wahlwerbenden Gruppen.

Aber die klare Positionierung von Othmar Mory in dieser Frage gibt Hoffnung, dass sich auch große Teile der Mehrheitsbevölkerung eine gerechte und auf den Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit basierende Lösung der Ortstafelfrage wünschen. Erst danach wird es möglich sein, sich anderen - wichtigen Fragen der Enwicklung Südkärntens gemeinsam / skupno zu widmen. Politiker, die aus egoistischen Motiven eine gerechte Lösung dieser Frage zu verhindern versuchen, schaden damit nicht nur der slowenischen Volksgruppe, sondern der gesamten Südkärntner Region und allen Menschen die dort leben.

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