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2010
Energie - Umwelt
Windenergie auf der Petzen: PRO und CONTRA!
Wie die Medien ausführlich berichtet haben, präsentierte in der letzten Sitzung der Kärntner Landesregierung Landeshauptmann Gerhard Dörfler gemeinsam mit der Firma Windtec aus Klagenfurt das Projekt eines Windenergieparks auf der Petzen. Das gesamte Regierungskollegium habe sich begeistert gezeigt und stehe ausdrücklich positiv hinter diesem innovativen Projekt, hieß es dazu in einer Presseaussendung des Landespressedienstes.
Wie ist eigentlich die Stimmung in der Bevölkerung? Am Wochenende hatte ich Gelegenheit zu etlichen Gesprächen mit der betroffenen Bevölkerung. Die Meinungen gehen breit auseinander. Sogar in den einzelnen Parteien gibt es kaum einheitliche Positionen. Bleiburgs ÖVP Stadtrat Michael Jernej und Bezirkschef LAbg. Franz Wieser outeten sich als Befürworter des Projektes. Bürgermeister Fritz Flödl, der innerhalb einiger Tage seine Meinung dazu schon öfters geändert hat, und der Bezirksobmann des ÖAAB Franz Ulrich wiederum sprachen sich klar gegen das Projekt aus. In der SPÖ ist es nicht viel anders: Die Bezirksorganisation mit Jakob Strauß ist dafür, in den Gemeindeorganisationen gibt es auch andere Stimmen.
Nun, diese Meinungsvielfalt dazu ist durchaus verständlich. Kaum jemand weiß wirklich, was auf uns zukommt im Falle einer Realisierung des Projektes. Vor allem die Beamten der Raumordnungsabteilung des Landes werden sehr wohl zu erklären haben, wie so ein Projekt auf einem Bergkamm möglich ist! Bei der Errichtung einer kleinen Blockhütte für einen Hirten am Obir hat es kürzlich kritische Pressemeldungen und sogar Strafdrohungen gegeben. Es gibt noch etliche andere Beispiele auch, die zumindest die Glaubwürdigkeit der beamteten Raumplaner in Frage zu stellen vermögen.
Viele fragen sich zu Recht, auch solche, die grundsätzlich Befürworter von alternativen Energieträgern sind, warum gerade die Petzen? Vor allem auch, weil sogar die Betreiber zugeben, dass es nicht einmal genaue Messungen der Windstärke gegeben hat. Faktum ist, dass wohl auch die gelöste Frage des Trinkwassers mit ein Motiv für die Standortwahl war. Trotz über 1000 Unterschriften hat sich der Gemeinderat von Feistritz (gegen die Stimmen der EL) für eine UV – Bestrahlung des Trinkwassers entschieden. Die Betreiber wissen nun, schlechter kann das Trinkwasser nicht mehr werden, auch wenn gröbere Baumaßnahmen auf der Petzen notwendig werden sollten. Flödl & Co, die jetzt gegen dieses Projekt wettern, müssen sich zuerst selbst an der Nase nehmen.
Und wie stehe ich persönlich zu dem Projekt? Mit meiner Meinung halte ich nicht hinterm Berg. Habe diese auch in einer Presseaussendung kundgetan. Ich werde immer im Interesse der Region und der Menschen die dort leben entscheiden, unter sorgfältiger Prüfung der gesetzlichen Vorgaben. Es müssen klare Vorteile für die Region und alle Bürger die dort leben erkennbar sein.
Der Windpark auf der Petzen würde aus fünf bis acht Windrädern bestehen, die mit bis zu 16 MW-Leistung einen Ertrag von mindestens 5.000.000 kWh pro Jahr und Windkraftanlage leisten würden. Für die Bevölkerung der Standortgemeinden Feistritz ob Bleiburg / Bistrica nad Pliberkom, Globasnitz / Globasnica und Eisenkappel – Vellach / Železna Kapla - Bela muss daher ein günstiger Stromtarif drinnen sein. Es muss aber auch bald klar sein, wo genau und wie viele neue Arbeitsplätze tatsächlich entstehen werden. Erst wenn diese Dinge in glaubwürdiger Form klar sind und auch alle raumplanerischen Bedenken ausgeräumt wurden, könnte ich diesem Projekt bedenkenlos zustimmen.
KOMMENTARE
Windpark OK, der Standort ist jedoch ein kompletter Fehlgriff! Es ist unverantwortlich wenn Gemeinderäte etwas befürworten von dem sie so gut wie keine Ahnung haben. Viele reden aber nur die wenigsten wissen was genau geplant ist... wenn schon dann bitte wahre Transparenz und Fakten auf den Tisch, keine Volksblendung! Die Werbung der Betreiber "minimaler Eingriff in die Natur" ist schlichtweg eine Frechhheit. Bestehende Expertisen werden entschärft und neue müssen her, ganz nach dem Motto was nicht passt wird passend gemacht! Es kann nicht sein dass es in Kärnten für die Umsetzung derartiger Projekte reicht wenn man gewichtige politische Unterstützung hat.
08.07.2010 07:47 | Standort-Kritiker
Hallo Grinsekätzchen!
Es wird ein Naturschutzverfahren geben. UVP - pflichtig ist ein Windrad meines Wissens nicht, da es ja keine nennenswerten Emissionen geben wird. Die akustische Belastung der näheren Umgebung ist kein Problem (siehe Beispiel Salzriegel, Steiermark). Der Naturschutzbeirat hat sich auch schon mit der Thematik beschäftigt. Es gibt wenig Argumente dagegen, außer die Befürchtung, solche Anlagen könnten auch auf anderen Bergrücken beantragt werden. In Spanien zB. ist das stark verbreitet.
G.
10.06.2010 14:41 | Kenner
Ein Windpark ist ein guter Einstieg in die alternative Energieerzeugung. Es ist aber zu bedenken, welche Auswirkungen dies auf die Naturlandschaft und die Anrainer hat. Wird es hierzu eine UVP geben?
lg Grinsekaetzchen
http://www.umweltlaus.at
10.06.2010 08:53 | grinsekätzchen
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