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2008

Volksgruppenkongress 2008

Positive Akzente DA, billige Polemik DORT!

Gestern wurde der mittlerweile 19. Volksgruppenkongress des Landes Kärnten eröffnet. Für mich immer auch eine Veranstaltung, die ich mit einwenig Nostalgie miterlebe, zumal ich immerhin 4 Kongresse, als ehemaliger Leiter des Volksgruppenbüros der Landesregierung, federführend mitgestalten durfte. Gerne denke ich an den Kongress 2003 in Bleiburg / Pliberk zurück, den Bundespräsident Dr. Klestil eröffnet hat. An die 500 Menschen haben sich damals im "Kulturni dom" zusammengefunden um den Referaten und den Begrüßungsansprachen zu lauschen. Im Vorfeld dazu hat Klestil auch meiner Heimatgemeinde Feistritz ob Bleiburg / Bistrica nad Pliberkom einen Besuch abgestattet und wird über diesen besonderen Tag heute noch gerne gesprochen.

Der Kongress ist ohne Zweifel eine bedeutende Veranstaltung des Landes Kärnten und ich darf auch meinen Nachfolgern im Volksgruppenbüro, Tommy Kassl und Peter Karpf, ein Kompliment aussprechen, dass sie es trotz der schwierigen politischen Situation im Lande immer schaffen, interessante Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Auch gestern hat es mit dem ausgezeichneten Referat des langjährigen Funktionärs der FUEV (Föderalistische Union europäischer Volksgruppen) Dr. Reginald Vospernik bereits ein Highlight des diesjährigen Kongresses gegeben.

Bedauerlich ist jedoch, wenn auf der einen Seite unter der Patronanz der Landesregierung ein positiver Volksgruppenkongress stattfindet, auf der anderen Seite aber fast zeitgleich die Partei des Landeshauptmannes im Landtag einen "dringlichen" Antrag gegen zweisprachige Ortstafeln einbringt. Ein Widerspruch in sich, kann man sagen, aber auch eine bittere Realität, die es positiven Initiativen so schwer macht in Kärnten tatsächlich etwas zu bewegen.

Die sogenannten Erben des verstorbenen Landeshauptmannes meinen offensichtlich auf diese Weise das Vermächtnis Haiders hochhalten zu müssen. Viele aber, die in den letzten Wochen und Monaten seines Lebens mit Haider auch die Volksgruppenfrage diskutiert haben, berichten unisono, dass er ernsthaft an einer Lösung dieser Frage gebastelt hat. Haider war ja auch ein pragmatischer Mensch, wenn eine Lösung sein "Mascherl" getragen hat, war er für Einiges zu haben. Diese Dimension Haiders, befürchte ich - Beweis sind die doch sehr merkwürdigen Thesen Dörflers zur Volksgruppenproblematik - haben seine "Erben" nicht begriffen.

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