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07.01.
2010

Tourismus

Wird so das Schigebiet auf der Petzen vernichtet?

Mehr als 600 Engländer sollten die erste Jännerdekade die Petzen bevölkern. Weil der Schiclub Petzen die britische Alpin-Meisterschaft, angeblich wegen der ungünstigen Schneelage abgesagt hat, sind nur ca. 30 Prozent der gemeldeten Gäste gekommen. Zimmervermieter sind entrüstet: War die Absage notwendig? Wird so das Schigebiet dauerhaft geschädigt? Wer trägt dafür die Verantwortung? Alles Fragen, die sich die Menschen im Petzengebiet zurecht stellen! Für die Region und besonders für den Tourismus in der Region ist die Absage eine wirtschaftliche Katastrophe. Petzen – Bergbahnen Geschäftsleiter Pajančič selbst bezifferte den Schaden mit 600.000,- Euro. Die Frage aber, die wohl zurecht im Raum steht, ist, ob sich die Petzen – Bergbahnen und der Schiclub SC Petzen die Absage nicht zu einfach gemacht haben?

Faktum ist, dass es zumindest zwei Meinungen dazu gibt. Die eine, die die Absage zu erklären versucht und die andere, die grobe Fehler bei der Geschäftsführung der Petzen – Bergbahnen ortet. Diese zweite Position ist bislang eher unter gegangen. Daher möchte ich hier einige Argumente der Kritiker der „Absage“ auflisten, die durchaus ein anders Bild entstehen lassen:

Argument 1 der Absage war die „ungünstige Schneelage“. Fakten dagegen: Das Argument "ungünstige Schneelage" ist nicht nachvollziehbar, boten doch die eisigen Temperaturen vor Weihnachten beste Bedingungen zum
Beschneien und mit den über 25 Schneekanonen, die die Petzenlifte besitzen, hätte man zumindest die Pisten am Berg komplett beschneien können; mit einer Schneekanone kann bei -15°C in 24 Stunden ca. 60 m3 Schnee produziert werden d.h. mit 25 Schneekanonen müsste innerhalb von 14 Tagen 21.000 m3 Schnee auf der Petzen geschaffen werden.

Mit der vorhandenen ausgezeichneten technischen Ausstattung auf der Petzen gibt es also keinen logischen Grund, warum keine zufriedenstellenden Pistenverhältnisse für die Durchführung der britischen Alpinmeisterschaften zustande gebracht werden konnten. Während der tiefwinterlichen Tage hätte man auf jeden Fall eine flächendeckende Grundbeschneigung am Berg schaffen können, die auch den folgenden + Graden und dem Regen standhalten würde. Wie haben es denn die Lienzer geschafft, am 28./29.12. die Damen-Weltcup-Rennen auszutragen? Oder in Pirkdorf (600 Höhenmeter), wo die Kunstschnee-Langlaufloipe in Betrieb ist und sich eines ausgezeichneten Zustandes erfreut.

Argument 2 der Absage waren die zu hohen Kosten.
Fakten dagegen (Informationen sind genau recherchiert): Leistung und Kosten der Schneekanonen sind, 1 Schneekanone in 1 Stunde = Verbrauch 16 kW
25 Schneekanonen in 21 Tagen (= 504 Stunden) = Verbrauch 201.600 kW
Kosten 1 kW = ca. 0,42 Euro
201.600 kW = 84.872,00 Euro

Das sind verbrauchte Euros rein für die Beschneiung der schlechten bzw. nicht befahrbaren Pisten. Dazu kommen noch die Kosten der Pumpanlage und des Wasserspeichers (Wassertransfer vom Wasserspeicher im
Tal zum Bergsee). Seriösen Schätzungen zufolge wurden über 150.000,- Euro rein für die
Beschneiung bereits ausgegeben und das Rennen fand dennoch nicht statt. Zusätzlich dazu wurde ein Pistengerät um ca. 300.000,- Euro neu angeschafft. Der Kauf wäre nach Meinung von Insidern nicht unbedingt notwendig gewesen, da die vorhandenen Maschinen noch arbeitstüchtig sind.

Zu hinterfragen aber ist auch die Personalpolitik der derzeitigen Petzen – Bergbahnen Geschäftsführung. Es wurden Mitarbeiter gekündigt bzw. nicht angestellt, die über das notwendige Know- How in allen Bereichen (Lifte, Kabinenseilbahn - Technik und Elektronik, Beschneiungsanlage - Bedienung und Beschneiungstechnik, Pistenpräparierung sowie allgemeine Fachkenntnisse bezüglich
Pistengeräte - Fehlererkennung, teilweise selbständige Reparatur) verfügen. Nun müssen diese Leistungen auch noch zugekauft werden!

Wenn ich alles zusammenzähle - die Verluste durch Absage der britischen Meisterschaften, Schulen wählen andere Schigebiete, sogar der SC-Petzen trainiert woanders, private Schifahrer aus Kärnten und Slowenien gehen verloren - auf der anderern Seite aber die Kosten des Betriebes nicht gesenkt weden können, so ist die Frage berechtigt, sind da die richtigen Leute am Werk? Ein Adventbazar am Berg allein, so schön dieser auch war, rettet noch kein Schigebiet?

Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Verluste und die Fehler der Geschäftsführung auch in diesem Fall die Steuerzahler zu berappen haben werden! Und wenn alle Verantwortlichen nicht bald "aufwachen", werden wir schneller als viele denken über das Schigebiet Petzen nur noch in der Vergangenheitsform diskutieren.

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Liebe Grüße
Ewald

08.01.2010 11:07 | Ewald Kotnik
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