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Diskussion zur Wahlrechtsreform
Tausch(t) den Tauschitz!
Genau das dachte ich mir gestern, als ich am Telefon gewartet habe, um mich später in die Diskussion „Streitkultur“ des ORF zur Wahlrechtsreform einzuschalten.
Klar, es steht mir nicht zu anderen Parteien Empfehlungen zu machen, aber meine Meinung zu Politikerkollegen darf ich schon äußern.
Herrn Kurt Scheuch möchte ich hier gar nicht kommentieren. Das hat schon Peter Kaiser in der Sendung durchaus trefflich getan, als er meinte, die Aussagen Scheuchs richten sich von selbst. Aber zum angeblichen neuen „Shootingstar“ der ÖVP kann ich mir meinen Kommentar hier nicht verkneifen. Selbstbewusstsein ist ok, auch ehrgeizig darf man sein, nur Arroganz und Überheblichkeit ist in der Politik fehl am Platz.
Wie würden sie, liebe Leser, es bezeichnen, wenn ein Jungpolitiker einem honorigen Journalisten, wie es Heinz Stritzl ist, ziemlich unfreundlich ausrichtet, er hätte Unsinn gesprochen.
Stritzl hat sich per Telefon in der Sendung gemeldet und den offensichtlich ahnungslosen Herrn im Studio die völkerrechtlichen Prinzipien vorgetragen, dass man Volksgruppen, unabhängig auf ihre zahlenmäßige Stärke, eine politische Partizipation in gesetzgebenden Körperschaften zumindest mit einem Mandat ermöglichen muss. Eine Regel, die viele Länder in Europa umsetzen, aber die offensichtlich in Kärnten nicht einmal erwähnt werden darf. Es war eigentlich immer Linie der ÖVP sich für diese völkerrechtlichen Prinzipien einzusetzen, auch in Bezug auf den Einsatz für die Rechte der deutschsprachigen Volksgruppen in diversen Ländern Europas.
Und nun kommt Tauschitz, will plötzlich der bessere Haider sein, macht sich wichtig und fährt damit ( das ist meine Prognose) die ÖVP noch mehr gegen die Wand. Ich wundere mich nicht, dass die ÖVP in Kärnten in Umfragen bei 8 % „herumeiert“, wenn man die Scheuchs, Petzners, Haiders, Mölzers und Schwagers rechts überholen möchte. Aber meine Herren Tauschitz, Lučovnik und Co., dort wo ihr Stimmen zu holen glaubt, ist nur noch die Wand!
KOMMENTARE
Sehr geehrter Herr Dr. Smrtnik!
Haben sie vielen Dank für ihr Intersee, das sie meinen kurzem Beitrag zur Streitkultur entgegenbringen. Auch mir war unverständlich, das der ÖVP - Fraktionsobmann Tauschitz den Hinweis auf völkerrechtliche Vereinbarungen vollkommen ignoriert hat. Ich habe ihm in einem Telefonat empfolen sich Chrisoph Pans Buch über die Volksgruppen in Europa zu besorgen und darin gründlich nachzu lesen. Natürlich weiß ich, dass die Ortstafelfrage in Nord- und Südschleswig unbefriedigend gelöst ist, aber ein Däne sitzt im Parlament von Kiel. Ich danke, dass sie meinen kurzen Beitrag kommentiert haben. Was die ÖVP anlangt, so ist sie mit den Ängsten des Tormannes von Peter Handke zu vergleichen.
Mit lieben Grüßen
Heinz Stritzl
22.02.2008 12:25 | Heinz Strizl
Lese ganz gerne ihre "Weblogs". Leider schreiben sie hauptsächlich nur in slowenisch! Bin nämlich interessiert an der Frage der slow. Volksgruppe. So hab ich auch ihre Homepage entdeckt. Hab auch die "Streitkultur" gehört. Sie haben dor viel gesagt, was ich auch denke. Es gefällt mir zwar auch nicht wie Herr Tauschitz auftritt. Überheblich ist sehr milde gesagt. Nur, der "Buberl" ist ja noch jung, er wird es schon noch lernen, außer jemand "tauscht" ihn früher aus.
Grüße aus Klagenfurt
Sabine
21.02.2008 18:18 | Sabine Richter
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