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02.01.
2014

Gastkommentar von Dr. Friedrich Oschmautz

Offener Brief „JA ZUR PETZEN“

Sehr geehrte Frau Landeshauptmannstellvertreterin Dr. Gabi Schaunig als Finanzreferentin,
Sehr geehrte Mitglieder der Kärntner Landesregierung, Landtagsabgeordnete, Bürgermeister , KTH-Verantwortliche und Petzenfreunde!
Die Initiative „JA ZUR PETZEN“ vertritt tausende Petzenfreunde. Wie wir aus den Medien erfahren haben, wurde seitens des Finanzreferates und der Landesregierung eine eher düstere Zukunft für die Petzen vorgezeichnet, ohne mit der betroffenen Bevölkerung und den tausenden Menschen, die hinter der Petzen stehen, Kontakt zu halten und deren Meinung in die Entscheidungen einfließen zu lassen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Entwicklung einer Region, die Förderung deren Wirtschaftskraft und die Befriedung des Grenzraumes nicht nur aus der sehr engen finanzpolitischen Sicht betrachtet werden darf. Vernetztes Denken und Handeln sind die Grundvoraussetzungen einer verantwortungsvollen Politik.

Eine über alles entscheidende Rolle spielen dabei die wirtschaftspolitischen, regionalpolitischen, sportpolitischen, gesundheitspolitischen und kulturellen Aspekte.

Folgende Punkte finden in Ihren Entscheidungen zur Teilschließung oder gar Schließung der Petzenlifte leider keine Berücksichtigung:

1. Direkter Verlust von 22 Arbeitsplätzen
2. Volkswirtschaftliche Auswirkungen auf die Region und deren indirekte Arbeitsplätze
3. Entzug der skifahrerischen Grundlage für Kinder und Jugendliche Unterkärntens
4. Verhinderung der skifahrerischen Betätigung besonders für die sozial schwachen Schichten der Bevölkerung
5. Der sportliche Aspekt des Skilaufes im Kärntner Spitzensport – LSVK
6. Mit der Schließung von kleinen regionalen Skigebieten wird die Grundlage für die großen Skizentren drastisch geschmälert
7. Die Vernichtung eines Investitionsvolumens von rund 20 Millionen EURO
8. Die Kosten der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes in Millionenhöhe
9. Die friedvolle zwischenstaatliche Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen in Slowenien
10. Die Erfüllung des „heiligen“ Versprechens - nach der Ortstafelregelung die wirtschaftliche Situation an der Grenze zu stärken – war das wieder einmal ein leeres Versprechen?
11. Die touristische Notwendigkeit für eine zweite Saison oder zumindest eine Saisonverlängerung ist eine Überlebensfrage für reine Sommerdestinationen
12. Ein zusätzliches attraktives touristisches Angebot für eines der größten Tourismuszentren Österreichs wird zunehmend notwendiger
13. Die wenig geistreiche Idee zur Stärkung der Seilbahnfrequenz, den Erlebnispark bei der Talstation!!! zu errichten
14. Eine Schließung würde nicht nur dem 2. größten Skiclub Kärntens die Lebensgrundlage entziehen, sondern dem gesamten Kärntner Skinachwuchs Schaden zufügen, weil ein Drittel der Kärntner Spitzenläufer aus dem Unterkärntner Raum stammen (Bezirke Völkermarkt, Wolfsberg, St. Veit und Teile von Klagenfurt). Allein an den Kinderkursen des SC Petzen nehmen alljährlich 200 bis 300 Kinder teil, Kindergärten und Volksschulen nicht mitgerechnet.

Die Initiative „JA ZUR PETZEN“ ersucht daher um eine Aussprache mit den zuständigen Politikern und Beamten über alle offenen Fragen, ehe an massive Protestmaßnahmen gedacht wird.
Wir sehen in einer Teilprivatisierung durchaus einen nützlichen Weg in die Zukunft, wobei das Land Kärnten sich nicht über einen einsamen Regierungsbeschluss aller Verantwortung gänzlich davonstehlen darf: die angebotene Bezahlung der Schulden ist wohl eine ursächliche Verpflichtung des Eigentümers, die sträfliche Unterlassung und Verhinderung der vorgezeigten Entwicklungsschritte liegt ebenfalls in der Verantwortung des Eigentümers und dessen bisherigen Vertretern.
Die Region wäre durchaus bereit und sicher in der Lage , das Schicksal der Petzen selbst in die Hand zu nehmen, wenn für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen und deren Auswirkungen eine entsprechende Übergangsfrist vereinbart würde.
Laut Planrechnungen würden sich die Bilanzverluste innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre auf Grund der vorgesehenen Maßnahmen (Mountainbike Cross Country und Erlebnispark etc.) sukzessive auf Null reduzieren. Das heißt, dass in dieser Übergangsfrist die sich laufend reduzierenden Verluste seitens des bisherigen Eigentümers abgedeckt werden müssten, in Summe 400 bis 500.000. Das sind nicht einmal 10 % des Zuschusses für die Pramollo-Bahn in Friaul (Italien).
Somit ist ausgehend von 200.000 im Jahre 2015 eine jährliche Reduktion um 50 bis 100.000 realistisch.
Zusätzlich hat die Initiative „JA ZUR PETZEN“ einen Ideenwettbewerb für die zukünftige Entwicklung des Skigebietes ausgeschrieben. Dabei sind schon jetzt bemerkenswerte Ideen präsentiert worden.
Abschließend ersuchen wir nochmals um ein Gespräch mit den verantwortlichen Politikern namens der viele tausend zählenden Petzenfreunde im Rahmen der Initiative „JA ZUR PETZEN“.

Als gewählter Vertreter und Sprecher der Initiative „JA ZUR PETZEN“
Dr. Friedrich Oschmautz e.h.

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